Produktion

Optimales Traubenmaterial

Die Familie Szemes besitzt keine eigenen Weingärten. Das Traubenmaterial wird von Vertragswinzern bezogen. Mit ihnen werden von Jahr zu Jahr Verträge abgeschlossen, in denen strenge Qualitätsanforderungen in Bezug auf Rebschnitt, Bodenbearbeitung und Ausdünnung der Rebe am Ende der Reifeperiode, bis hin zu einer streng kontrollierten Handlese, festgeschrieben sind.

Der Betrieb hat auch Zugang zu alten, wundervollen Weingärten der Großlage Hochberg in Neckenmarkt – somit kommen die Weine nicht mehr ausschließlich aus Horitschon. Alte und über Jahrzehnte gepflegte Rebanlagen in bekannten Rieden wie Hochäcker, Dürrau, Spiegelberg, Hochberg und Bodigraben liefern bei ertragsreduzierter Bewirtschaftung bis zu 5.000 kg Trauben pro Hektar in optimaler Qualität – denn große Weine haben ihren Anfang im Weingarten.

 

Weinbereitung

Auf dem Weinhof Szemes erfolgt der Ausbau der Weine traditionell im Holzfass. Auch den einfacheren Weinen wird genügend Zeit gegeben, ihren Geschmack zu entwickeln, und so werden Fässer bis zu zehnmal verwendet, wobei das Holz dann ausschließlich als Sauerstoffgeber dient.

Aber Holz ist nicht gleich Holz. Oscar entwickelt jedes Jahr mit heimischen Fassbindern neue geeignete Fässer, um den Weinen die bestmöglichen Bedingungen zu bieten.

Neues Holz wird im Hause Szemes nur noch dezent in Form von 500-Liter-Fässern eingesetzt. Oscar möchte natürliche und vielschichtige Weine produzieren, die den Konsumenten zum Nachdenken anregen, aber keinesfalls überfordern sollen. Er will elegante Weine machen, die schon im ersten Jahr überzeugen. Die Erhaltung der Frucht und die Sortentypizität im Wein sind dem Familienbetrieb ein besonderes Anliegen.

„Der Blaufränkisch ist eine aromatische, fruchtbetonte und elegante Sorte. Es wäre traurig, diese Geschmackskomponenten durch zu viel Gerbstoff oder Toasting-Aromen wie Kaffee, Kakao, Vanille oder harten Holzgerbstoff zu übertönen. Der Wein muss immer Wein bleiben und unsere Familie will die Einfachheit und die Eleganz der Blaufränkisch-Traube hervorheben. Dazu muss man sich jedes Jahr neu einrichten und anpassen. Wir haben auch den Mut, gemeinsam Neues zu produzieren und auszuprobieren. Das Unterlassen von unnötigem und aromaraubendem Belüften der Weine und der kontrollierte Verzicht auf Schwefel während der gesamten Ausbauzeit schaffen ein optimales Reifemedium für ihre Weine. Wir verfolgen eine sehr traditionelle und für die Frucht im Blaufränkisch sehr schonende und feingliedrige Stilistik“, meint Oscar Szemes.

Der “Szemes‘sche Blaufränker”

In der Nase findet man feine Kirsche und Heidelbeere mit einem Hauch von Kräuterwürze, am Gaumen zarte Frucht mit einer engmaschigen Struktur und harmonischer Extraktsüße. Eine edle Säure macht die mineralischen Blaufränker zu eleganten Weinen, die für Jahrzehnte begeistern können. Das Tannin ist feinkörnig und perfekt eingebunden, und so lassen sich alle Szemes’schen Weine auch in jungen Jahren antrinken.

Tradition trifft Moderne

Auf dem Weinhof Szemes in Pinkafeld hat sich viel getan in den letzten Jahren. Das ist auf Anhieb zu erkennen, unter anderem auch am neuen Flaschendesign. Der Name „Oscar Szemes“, Sohn von Illa und Tibor, schmückt jetzt gemeinsam mit dem alten Familienwappen aus dem Jahr 1863 die Etiketten des feinen Weinsortiments.

Der Familienbetrieb versteht sich als Weinproduzent der alten Schule. Die Weine reifen in bis zu 70 Jahre alten Großfässern, die noch der Großvater bauen ließ. Besonders die Blaufränker sind von dieser sehr traditionellen und einfachen Vinifizierung geprägt.

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